Nun ist das Startdatum da. Die neuen Regeln zum Datenschutzrecht müssen ab sofort angewandt werden. Das BDSG ist abgelöst durch die DSGVO. Und vieles ist mit heißer Nadel noch kurz vor dem Startdatum auf den Weg gebracht worden. Und nun … was geschieht in der Praxis?Zunächst einmal ist festzustellen, dass in der Tat viele Geschäftleitungen das Thema Datenschutz zur Chefsache gemacht haben. Viele Geschäftsprozesse sind neu betrachtet worden und manches wurde aufgeräumt. Mitarbeiter, Kunden und auch Lieferanten wurden über die Regeln zum Datenschutz informiert. Dabei ging es nicht um die gesetzlichen Vorschriften, sondern den Umgang im Unternehmen selbst.

Informations- und Kommunikationswege wurden und werden überdacht und neu organisiert, um belegen zu können, dass der Datenschutz und die IT-Sicherheit (künftig) beachtet werden.

Vertragsbeziehungen mit Lieferanten werden aufgelistet und geprüft. Welche Leistungen werden dort erbracht? Welche Leistungen werden selbst erbracht, welche nur von Dritten eingekauft oder gar über eine ganze Weiterverlagerungskette organisierte, abgerechnet und nur scheinbar vom Anbieter erbracht.

All das hört sich auf den ersten Blick aber gar nicht so richtig nach Datenschutz an.

Und darum sollte es gehen – meiner Meinung nach: Bewußtmachung der Daten und der Dateflüsse, um tatsächlich herauszufinden, ob all das noch zeitgemäß und vor allem passend zur Untenehmenskultur und den Unternehmenszielen organisiert ist. Statt Paralleldatenbestände im Bereich Entwicklung, Marketing und Vertrieb zu führen, sind Minimierungen und Zusammenlegungen oftmals effektiver und effizienter.

Der Umgang mit dem Thema „E-Mail im Unternehmen“ bringt vieles davon zutage.

Datenschutz, der nicht laufend bedacht wird, kostet in der Tat sehr viel Geld und Ressourcen, da Daten unnötig fließen – kostenintensiv aus Sicht des Unternehmens, persönlichkeitsrechtlich gefährlich aus Sicht der Betroffenen.

Insofert sollte die Panikmache, die mitunter verbreitet wurde, in eine Aufbruchstimmung gewandelt und die Dynamik genutzt werden, einen passenden Umgang mit Daten und damit in die Digitalisierung zu finden.

Die DSGVO als große Chance für den Fortschritt hin zur Digitalisierung.

 

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