Diskussionsentwurf zur Musterwiderrufsbelehrung veröffentlicht
20. November 2007 um 13:50 Uhr | Von: Nadine SchmittDie Bundesregierung hat am vergangenen Freitag einen ersten Diskussionsentwurf für eine Änderung der Musterwiderrufsbelehrung veröffentlicht.
Die in der BGB-InfoV enthaltene Musterwiderrufsbelehrung sollte ursprünglich Unternehmern Orientierung bei der Gestaltung ihrer Widerrufsbelehrung geben und der Erfüllung der gesetzlichen Informationspflichten dienen. Tatsächlich birgt die Verwendung der vom Gesetzgeber verfassten Widerrufsbelehrung für die Unternehmer derzeit die permanente Gefahr kostenpflichtiger Abmahnungen ihrer Konkurrenten, da die Musterwiderrufsbelehrung nach Ansicht von Teilen der Rechtsprechung eklatant den gesetzlichen Vorgaben widerspricht. Zu diesem Themekomplex haben wir bereits ausführlich Stellung genommen, vgl. unsere Artikel vom 8. Oktober 2007 und 27. September 2007. Die Bundesregierung hat jahrelang diese Missstände ignoriert und eine Neufassung der Musterwiderrufsbelehrung abgelehnt.
Ist die Rechtsunsicherheit in Unternehmerkreisen mit dem neuen Entwurf beseitigt? Konnten die Kritikpunkte der Rechtsprechung und der betroffenen Unternehmen umgesetzt werden?
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Kategorien: Abmahnung, Allgemein, Medien, Onlinehandel, Vertragsrecht, Wettbewerbsrecht | 2 Kommentare | PermalinkEntwurf eines Gesetzes für Datenschutzaudits veröffentlicht
14. November 2007 um 12:38 Uhr | Von: Nadine SchmittDie Bundesregierung hat nunmehr den Entwurf eines Bundesdatenschutzauditgesetzes veröffentlicht. Mit diesem Gesetzentwurf sollen bundeseinheitliche Regelungen für die Prüfung und Bewertung von Datenschutzkonzepten und technischen Einrichtungen gestaltet werden.
Der Gesetzgeber hat sich trotz eines eindeutigen Gesetzgebungsauftrages Zeit gelassen mit dem Gesetzentwurf. Offensichtlich verlangt erst sechs Jahre nach dem Inkrafttreten des neuen Bundesdatenschutzgesetzes eine hinreichende wettbewerbsrechtliche Relevanz des Datenschutzes nach gesetzgeberischen Aktivitäten. Nach dem federführenden Bundesministerium des Inneren bezweckt das neue Gesetz, dass datenschutzgerechtes Verhalten von Unternehmen von einer bloßen gesetzlichen Pflicht zu einem wirtschaftlichen Mehrwert wird.
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Kategorien: Datenschutz, Medien, Persönlichkeitsrecht, Telemedien | 1 Kommentar | PermalinkNicht Online-Durchsuchung sondern Online-Überwachung
31. Oktober 2007 um 18:58 Uhr | Von: Nina HaberkammAm 30. Oktober 2007 lud der Kölner Anwaltverein zu einem außerordentlich interessanten und brisanten Diskussionsabend ein – Thema der Veranstaltung war die verdeckte Online-Durchsuchung. Neben der Landesdatenschutzbeauftragen Nordrhein-Westfalens, Frau Sokol, waren als Referenten ein Vertreter des Verfassungsschutzes NRW sowie ein Lehrbeauftragter des Lehrstuhls für Medienstrafrecht der Universität Köln eingeladen.
“Grundrecht auf Integrität informationstechnischer Systeme”
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Kategorien: Allgemein, Computerstrafrecht, Datenschutz, Medien, Persönlichkeitsrecht | 2 Kommentare | PermalinkFilesharing = Ladendiebstahl? SternTV – Teil 2
18. Oktober 2007 um 16:56 Uhr | Von: Nina HaberkammNachdem letzte Woche bei SternTV ein Beitrag zu dem Thema “Filesharing – Massenabmahnungen der Musikindustrie” gesendet und daraufhin eine Flut von Fragen besorgter Eltern bzw. Betroffenen losgetreten wurde, befaßte sich SternTV gestern Abend erneut in einem Beitrag mit diesem brisanten Thema. Zu Gast war nunmehr ein Vertreter der Staatsanwaltschaften, der sich zu diesem Thema mit deutlicher Kritik und wie wir meinen zutreffend drastisch äußerte.
Staatsanwaltschaft nicht länger “Erfüllungsgehilfe der Musikindustrie”
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Kategorien: Abmahnung, Allgemein, Computerstrafrecht, Medien, Urheberrecht | 3 Kommentare | PermalinkVorbeugende Unterlassung gegen Abmahnung wegen Filesharing? Nein!
11. Oktober 2007 um 20:35 Uhr | Von: Nina HaberkammGestern abend haben wir interessiert den Beitrag über das Phänomen “Filesharing” bei Stern TV verfolgt. Als Gast im Studio trat der Rechtsanwalt Clemens Rasch von der Kanzlei Rasch in Hamburg auf und erläuterte sein Vorgehen im Rahmen der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. Rechtsanwalt Rasch ist von den sechs größten Musikunternehmen Deutschlands beauftragt, angeblichen Raubkopierern den Garaus zu machen, sie über Strafverfahren zu kriminalisieren und anschließend mit Schadensersatzforderungen zu überziehen (vgl. ct März 2007).
Kategorien: Abmahnung, Allgemein, Computerstrafrecht, Medien, Telemedien, Urheberrecht | 19 Kommentare | PermalinkIst das Kopieren von Musik im Internet tatsächlich verboten?
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